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Basiskommunikation anschaulich
Gelungene Basiskommunikation zwischen Eltern und Kind ist die Grundlage für Erziehung und eine gute Entwicklung des Kindes. Video-Home-Training verbessert die Basiskommunikation in der Familie. Eltern erlangen so mehr Sicherheit und Geschick im Umgang mit ihrem Kind, erleben Situationen weniger problematisch und entwickeln mehr Freude an ihrer Elternrolle. Sie gewinnen erzieherische Kompetenz. Das Konzept "Basiskommunikation" nutzt Prinzipien, wie sie im Kontakt einer Mutter mit ihrem Kleinkind zu finden sind. Diese erste Interaktion folgt Mustern, die sich konkret benennen und beschreiben lassen. Harrie Biemans hat sie im Video-Kontakt-Schema zusammengefasst. Video-Home-Training nutzt die Basiskommunikation zugleich als Analysemedium und Trainingsplan. Durch die Arbeit mit den Videobildern, die den Familienalltag zeigen, haben Eltern die Möglichkeit, ihr eigenes Verhalten zu betrachten und zu reflektieren. Video-Home-Training lenkt ihre Aufmerksamkeit auf die Elemente der Basiskommunikation und unterstützt Eltern dabei, ihr Verhalten zu verändern und eigene konstruktive Lösungswege zu gehen. So können sich Eltern, die vorher in erster Linie ihre Defizite wahrgenommen haben, als wirksam erleben.


Wie arbeitet Video-Home-Training?

  • Ziele vereinbaren
    Zu Beginn des Video-Home-Trainings tauschen die Eltern und der Trainer sich über die Ziele des Trainings aus. Gemeinsam beraten sie, welche Familiensituation gefilmt werden soll. Eine erste Aufnahme schließt sich an.
  • Stärken sehen
    Der Video-Home-Trainer wählt die Video-Sequenzen für die Rückschau aus. Die kurzen Clips zeigen die Momente, in denen die Eltern auf eine zugewandte und unterstützende Weise mit ihrem Kind in Kontakt sind.
  • Lösungen ins Bild setzen
    Die gemeinsame Rückschau ist das Zentrum des Video-Home-Trainings: Die Eltern erarbeiten mit dem Trainer, was sie zum Gelingen der Situation, die die Videobilder zeigen, beigetragen haben. Dabei können sie den Film zurückspulen, die Zeitlupe nutzen oder ein Standbild betrachten - so kann jeder einzelne Moment der Eltern-Kind-Kommunikation bewertet werden. Eltern und Trainer vereinbaren weitere Teilziele und entwickeln auf diese Weise eine Lernroute. Weitere Aufnahmen und Rückschauen schließen sich an.
  • Erfolge zeigen
    Zum Abschluss des Trainings findet ein Auswertungsgespräch statt. Anhand der Videobilder lassen sich die positiven Veränderungen abbilden. Die Eltern erhalten die Videoaufnahmen, die im Laufe des Trainings gemacht wurden.
  • Nachhaltigkeit sichern
    Eventuell wird ein Follow-Up Termin zur Nachbetreuung vereinbart.


Stärken sehen - Blicke richten
Video-Home-Training basiert auf der Annahme, dass Eltern ihr Verhalten und ihre Einstellung dann verändern können, wenn sie unterstützend begleitet werden. Dies spiegelt sich in der Fokussierung des Trainings auf Bilder gelungener Interaktion. Das Filmen und die Rückschauen lassen die Eltern sensibler für die Kontaktinitiativen und Bedürfnisse ihrer Kinder werden und auch dafür, wie sie als Eltern auf fördernde Weise darauf reagieren können. In der Rückschau sehen die Eltern, was sie tun, wenn "die Dinge besser als sonst laufen" und können gemeinsam mit dem Video-Home-Trainer Wege finden, wie sie auch in schwierigen Situationen diese Fähigkeiten nutzen können. Die Wirksamkeit von Video-Home-Training wurde seit der Entstehung der Methode in Studien untersucht - zumeist in den Niederlanden. Im Jahr 2008 veröffentlichte die Universität Amsterdam eine Studie zur Wirksamkeit von Methoden, die Videofeedback nutzen: Video-Home-Training erhöht nicht nur die elterliche Sensibilität, sondern führt auch zu Verhaltens- und Einstellungsänderungen der Eltern gegenüber ihren Kindern.